Organspende ja, nein oder vielleicht?

Titelseite: Organspende ja, nein oder vielleicht?
Ausgabe 2012/02

Inhalt

Frei von Schmerz

Am Zentrum für Palliativmedizin in Köln werden neue Wege im Umgang mit Sterben und Tod beschritten.

Von Uwe von Seltmann


  • Dr. Klaus Maria Perrar, Jahrgang 1956, ist Leitender Oberarzt am Zentrum für Palliativ­medizin der Uniklinik Köln. Zuvor war der Psychiater und Psychotherapeut Oberarzt in der Abteilung für Gerontopsychiatrie an den Rheinischen Kliniken Düren.Foto: Steffen Giersch
  • Will Medizinstudenten helfen, einfühlsam mit Todkranken umzugehen: Oberärztin Dr. Christine Schiessl. Die Privatdozentin leitet den Bereich Lehre am Zentrum für Palliativmedizin.Foto: Steffen Giersch
  • Das Mildred-Scheel-Haus befindet sich auf dem Campus des Universitätsklinikums zu Köln. Das 1992 errichtete Gebäude beheimatet neben dem Zentrum für Palliativ­medizin auch die Akademie für Forschung und Bildung der Deutschen Krebshilfe.Foto: Steffen Giersch
  • Das Mildred-Scheel-Haus befindet sich auf dem Campus des Universitätsklinikums zu Köln. Das 1992 errichtete Gebäude beheimatet neben dem Zentrum für Palliativ­medizin auch die Akademie für Forschung und Bildung der Deutschen Krebshilfe.Foto: Steffen Giersch
  • Das Mildred-Scheel-Haus befindet sich auf dem Campus des Universitätsklinikums zu Köln. Das 1992 errichtete Gebäude beheimatet neben dem Zentrum für Palliativ­medizin auch die Akademie für Forschung und Bildung der Deutschen Krebshilfe.Foto: Steffen Giersch
  • Foto: Steffen Giersch
  • Nicole Nolden hat ihren Job als Produktmanagerin in einer Versicherung aufgegeben, um sich in der Sterbe- und Trauerbegleitung zu engagieren. »Das hat mir mehr Lebensinn gegeben«, sagt die Leiterin des Schülerprojekts »Umgang mit Sterben, Tod und Trauer«.Foto: Steffen Giersch
  • Professor Raymond Voltz, 1963 in Zürich geboren, ist seit 2004 Direktor des Zentrums für Palliativmedizin. Engagiert in der Hospizarbeit ist der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin seit seiner Famulatur in einem Hospiz in Schottland im Jahr 1985.Foto: Steffen Giersch
  • Foto: Steffen Giersch
  • Die Palliativstation im Mildred-Scheel-Haus verfügt über 15 Einzelzimmer, die alle einen Ausgang zum Innenhof haben. Foto: Steffen Giersch
  • Die Palliativstation im Mildred-Scheel-Haus verfügt über 15 Einzelzimmer, die alle einen Ausgang zum Innenhof haben. Foto: Steffen Giersch
  • Zur Station gehören auch zwei Wohnzimmer, in dem sich Patienten und Angehörigen treffen können, sowie ein Meditationsraum und eine Bibliothek.Foto: Steffen Giersch
  • Kirsten Fay ist seit 2007 ehrenamtliche Mitarbeiterin auf der Palliativstation. Die Cutterin hatte in der Medienbranche aufgehört, um ihr Leben »in eine andere Richtung zu lenken« und sich sozial zu engagieren.Foto: Steffen Giersch

Am Zentrum für Palliativmedizin in Köln werden neue Wege im Umgang mit Sterben und Tod beschritten.

Aus dem 18. Stockwerk des Bettenhauses der Uniklinik Köln betrachtet, wirkt das Mildred-Scheel-Haus wie eine Insel in einem Meer ausBeton. Eine Frau ist zu erkennen, die in einem Sessel auf der Terrasse sitzt. Ihr Zimmer hat wie alle 14 anderen Zimmer einen barrierefreien Ausgang zum Garten im Innenhof. Um die Frau, die sich in eine Decke eingehüllt hat, tollen zwei Kinder. Mal laufen sie zu ihr hin, mal von ihr weg. Aus der Vogelperspektive ist es ein Bild der Harmonie und des Friedens. Doch die scheinbare Unbeschwertheit trügt: Im Erdgeschoss des Mildred-Scheel-Hauses befindet sich die Palliativstation des Uniklinikums. Die jährlich etwa 400 Patienten, die hier aufgenommen werden, wissen, dass sie an einer unheilbaren Krankheit leiden und nicht mehr lange zu leben haben. »Sie kommen nicht zum Sterben«, sagt Oberarzt Klaus Maria Perrar, »aber es versterben auch viele.« 60 Prozent sind es der Statistik zu Folge. Die anderen werden nach durchschnittlich neun Tagen zum Sterben nach Hause oder in ein Hospiz entlassen. Am Universitätsklinikum zu Köln, in dem über 50000 Patienten pro Jahr behandelt werden, wurde 1983 die erste Palliativstation in Deutschland eingerichtet. Als der Bedarf an palliativmedizinischer Versorgung, mit der den todkranken Patienten ein lebenswertes Leben ermöglicht werden soll, mehr und mehr stieg, wurde 1992 auf dem Campus der Uniklink das Mildred-Scheel-Haus erbaut – statt fünf standen nun 15 Betten zur Verfügung. »Uns interessieren nicht die medizinischen Werte, sondern die einzelnen Menschen«, umreißt Perrar das Konzept der Palliativpflege. Der »Beginn des endenden Lebens« sei für alle eine »hohe psychische Herausforderung«, fügt er hinzu –für die Kranken, die Angehörigen und auch für Ärzte und Pflegekräfte...

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