Erinnern und Vergessen – Phänomen Demenz

Titelseite: Erinnern und Vergessen – Phänomen Demenz
Ausgabe 2013/01

Inhalt

Walzer auf dem Trödelmarkt - Leben mit meiner dementen Mutter

Für Sibylle Sterzik und Benedikt Fischer war plötzlich nichts mehr wie zuvor.

Von Sibylle Sterzik


  • Foto: © Hessischer Rundfunk
  • Anneliese Koch mit ihrer Tochter Sibylle. Anneliese Koch wurde 1933 in Görlitz als jüngstes von vier Kindern geboren. Die Katechetin und Theologin ist verwitwete Pfarrfrau und hat drei Töchter, einen Sohn, sieben Enkel und vier Urenkel. 2007 wurde bei ihr Demenz diagnostiziert. Obwohl die Krankheit fortschreitet, lebt sie noch alleine in ihrer Berliner Wohnung.Foto: Steffen Giersch
  • Foto: Steffen Giersch
  • Foto: Steffen Giersch
  • Sibylle Sterzik, Jahrgang 1963, ist Chefredakteurin der Berliner Wochenzeitung »Die Kirche«. Die Theologin und Familienberaterin schreibt auch über Themen, um die andere einen Bogen machen.Foto: Steffen Giersch

Eigentlich ist es vorhersehbar. Doch viele trifft es wie aus heiterem Himmel: Die eigenen Eltern werden alt. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war. Die Rollen kehren sich um: Aus Gebern werden Empfänger, aus Starken werden Schwache. Für die Kinder heißt es spätestens jetzt, erwachsen zu werden und sich von der Rolle als Kind zu verabschieden. Wer eben noch verwöhnt wurde, bekommt nun Pflichten auferlegt und muss selbst Verantwortung tragen. Der Rollenwechsel ist für beide Seiten nicht leicht. Alte Konflikte können aufbrechen und sich verschärfen: Wer sein Leben lang vergeblich auf Liebe und Anerkennung seiner Eltern gehofft hat – wie soll der seine Eltern liebevoll betreuen können? Oder wie kann jemand, der immer alle Fäden in der Hand hielt, loslassen lernen? Als bei ihrer Mutter die Diagnose Demenz gestellt wurde, war für die Berliner Journalistin Sibylle Sterzik nichts mehr wie zuvor. So wie auch die Erkrankung seines Vaters ein Einschnitt im Leben des Frankfurter Filmemachers Benedikt Fischer bedeutete. Sterzik und Fischer, beide in den Vierzigern, erzählen auf den folgenden Seiten ihre Geschichten – sehr persönlich und sehr berührend.

»Deinen Teddy hat sie erkannt«, sagt meine Schwester. »Dich nicht.« Ria grinst herüber und zwinkert mir zu. Unter den Fotos, die Mutter und Ria vor dem Mittagessen angeschaut haben, war auch eins von mir als Kind mit meinem Lieblingsbär Tommy...

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