Cicely Saunders, die Begründerin der Hospizbewegung, starb vor zehn Jahren.
Ihre ersten Erfahrungen mit dem Tod machte Cicely Saunders im Zweiten Weltkrieg. Sie, die Philosophie und Wirtschaftswissenschaften in Oxford studiert hatte, wurde Krankenschwester und erlebte in den Lazaretten, wie das Personal sterbenden Soldaten nichts außer persönlicher Zuwendung geben konnte. Nach dem Krieg ließ sie sich zur medizinischen Sozialarbeiterin ausbilden, und fügte noch ein Medizinstudium an. Sie kümmerte sich vor allem um Krebspatienten und untersuchte im Rahmen eines Forschungsprojekts die Schmerzen sterbender Patienten. Daraus reifte die Idee, ein Haus eigens für Sterbende einzurichten. Als ihr ein krebskranker Patient, den sie beim Sterben begleitet hatte, sein Vermögen hinterließ, gründete sie 1967 das St. Christopher’s Hospice. Hospize (lat. hospitium: Herberge) waren im Mittelalter Einrichtungen für Pilger, die auf ihrer Reise Rast, Pflege und Stärkung suchten. Für Saunders war das Hospiz sinnbildlich ein Ort für Menschen am Ende ihrer irdischen Pilgerreise, an dem sie alles finden können, um gestärkt ihren letzten Weg zu gehen. Es entstanden nach diesem Vorbild rasch Tausende solcher Einrichtungen auf der ganzen Welt, die Hospizbewegung war geboren...
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