Wir sind auf dem Weg in eine Gesellschaft, die völlig anders ist als alles, was die Menschen bisher kennengelernt haben. So viel Alter gab es nie zuvor. Gleichzeitig verschwinden soziale Bindungen, die auffangen könnten, zum Beispiel, wenn man mit Demenz konfrontiert ist. Allmählich wird in der deutschen Öffentlichkeit verstanden, dass das Thema Demenz gerade zu einer großen sozialen, kulturellen, ökonomischen und humanitären Herausforderung wird. Dennoch fehlt es bisher an einer hinreichenden Sensibilisierung, welche dieser Herausforderung angemessen wäre. Es fehlt an neuen Ideen und Ansätzen, die das Individuum, die Familie, die Kommune und die Gesamtgesellschaft berücksichtigen. Der Blick ist auf die Demenz und vielleicht noch auf die betroffenen Angehörigen gerichtet. Der Blick müsste aber gleichzeitig für die Entwicklungen in der Gesellschaft geschärft sein. Die Unterstützung von Menschen mit Demenz, die Wahrnehmung ihrer Fähigkeiten sowie ihre Einbeziehung in das öffentliche Leben sind wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Stattdessen besteht aber die Gefahr, dass das Thema Demenz stillschweigend in ein medizinisch-pharmakologisch-pflegerisches Ghetto geschoben wird, um sich der sozialen und kulturellen Aufgaben, die mit der Demenz einhergehen, zu entledigen. Es ist davon auszugehen,..
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