Justus Münster koordiniert über 300 Einsätze der Notfallseelsorger pro Jahr in Berlin.
Ein Bild brannte sich ein. Acht Jahre ist das her. Justus Münster senkt den Kopf, denkt kurz nach, bevor er erzählt. Von dem Kleinkind, das über Nacht starb. Tot lag es morgens im Kinderbett. Eineinhalb Jahre alt. Als er zum Unglücksort kam, waren bereits viele Einsatzkräfte da. Polizei, Rechtsmediziner, Notarzt. Die Mutter, blind vor Schmerz, wollte zu ihrem Kind, es in die Arme schließen, sich verabschieden. Es ging nicht. »Sie brach innerlich zusammen, wollte ihr Kind schützen. Konnte es aber nicht mehr.« Die Polizisten hielten sie sanft zurück. »Jede Veränderung an Körper oder Lage kann die Untersuchungsergebnisse verfälschen«, erklärt der Notfallseelsorger. Erst mussten die Rechtsmediziner ihr Werk tun, um einen gewaltsamen Tod ausschließen...
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