Warum bricht für viele eine Welt zusammen, wenn ein geliebtes Haustier stirbt? Warum lässt es zugleich so viele Menschen kalt, wenn Millionen Nutztiere unter unwürdigen Bedingungen leben und sterben?
Schon seit dem Beginn der Kulturen hält sich der Mensch für die Krone der Schöpfung. Tiere hingegen wurden über Jahrtausende als niedere Lebensform angesehen und entsprechend behandelt. Man muss es nicht ganz so drastisch wie die Frankfurter Tierethikerin Hilal Sezgin ausdrücken, die sagt: »Wir sind, was Tiere angeht, noch immer eine Sklavenhaltergesellschaft«, die Tiere als lebende Besitztümer halte und willkürlich in Kategorien wie Nutztier, Haustier oder Labortier einteile. Aber es stimmt schon: Der Mensch gestaltet die Beziehung zu den Tieren, die ihn umgeben, nach seinem Willen. So sind die vielen Millionen Rinder und Schweine, Hühner und Gänse mit dem Etikett Nutztier versehen – gemeint ist damit der finanzielle Nutzen. Hund, Katze und andere Kleintiere werden zu den Haustieren gerechnet. Sie sind fürs Emotionale zuständig, sollen Schmusetier fürs Kind und Trosttier für Alte sein. Wobei auch sie durchaus kommerziellen Nutzen stiften...
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