Keine Frage, Demenz ist ein wichtiges Thema in unserer stetig älter werdenden Gesellschaft. Insofern ist es folgerichtig, dass man sich als Kolumnist für Fragen von Leben und Tod damit immer mal wieder beschäftigen muss. Für mich jedoch ist das ein echtes Angstthema. Mein vor einiger Zeit verstorbener Vater nämlich zeigte in seinen letzten Lebensjahren deutliche Anzeichen von Demenz, und man sagt ja, dass ein Fall in der eigenen Familie die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es einen selbst auch treffen könnte. Besonders beängstigend für mich als Spracharbeiter: Das Gedächtnis meines Vaters für Erlebnisse und Geschichten war erst spät betroffen, zuerst hatte es sein Sprachzentrum erwischt. Ihm fielen einfach die Worte nicht mehr ein, um seine Geschichten erzählen zu können. Und das ist für einen Menschen meines Berufs die grausigste Zukunftsperspektive, die man sich vorstellen kann...
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