In Graz gibt es das erste Hospiz für Obdachlose in Europa. Für viele sterbenskranke Menschen ist die Einrichtung die einzige Chance, um würdevoll dem Tod entgegenzugehen.
Vor der Mauer des Grazer St. Leonhard Friedhofs wartet der Tod. Klar, dahinter sind ja die Gräber, da ist er sichtbar. Aber hier, auf der Seite des Lebens, da kann man den Tod nicht sofort erkennen. Er verbirgt sich für alle, die es nicht besser wissen. Immerhin erstrahlt die Häuserwand, vor der Ajser Ibrahimi in ihrem Rollstuhl vis à vis der Mauer sitzt und neben ihrem Mann in die Sonne schaut, in einem leuchtendem Weiß. Alles ist neu. Das ganze Haus glänzt. Wer denkt da an den Tod? Dzemal Aruci schon. Oft jedenfalls. Aber nicht jetzt. Seine Frau will von ihrem Tag erzählen, er auch. Der Tod muss sich gedulden...
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