Das Schwere verwandeln
Das Buch »Vom Aufstehen« der ostdeutschen Autorin Helga Schubert ist eine echte Überraschung – ein wenig selbst wie eine »Auferstehung«, ist es doch das späte Comeback der 81-Jährigen, die seit vielen Jahren als »verstummt« galt. Nun legt sie mit »Vom Aufstehen« eine Biografie in Geschichten vor, in der sie auf ganz direkte und unmittelbar von Schlüsselereignissen ihres nicht einfachen Lebens, das früh von Krieg, Vertreibung und Verlust gezeichnet war und lange Zeit – in der DDR – von Enge und begrenzten Möglichkeiten. Auch die Auseinandersetzung mit einer schwierigen Mutter durchzieht das Buch wie ein roter Faden. Trotzdem gerät das Buch nicht zu einer Litanei, nicht zu einem Klagegesang, der verbittert auf ungelebtes Leben zurückblickt. Vielmehr zeugen die Erzählungen vom Geborgensein in einer tiefen Güte und den Möglichkeiten der Verwandlung von Schwerem...
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