Die alten Griechen haben uns viele ewiggültige Erkenntnisse hinterlassen. Den Satz des Pythagoras zum Beispiel, den Unterschied zwischen Glauben und Wissen oder dass es Probleme verursachen kann, wenn man seinen Vater tötet, um seine Mutter zu heiraten. Was sie allerdings bewogen hat, den Schlaf (Hypnos) und den Tod (Thanatos) zu göttlichen Brüdern und Nachbarn in der wenig heimeligen Hades-WG zu machen, erschließt sich mir nicht. Schließlich verbringen wir rund ein Drittel unserer Lebenszeit schlafend, aber ziemlich genau null Prozent unseres späteren Totseins. Tote träumen nicht, sie schnarchen nicht und sabbern nicht ins Kissen. Doch weil es mit den ollen Griechen vor langer Zeit mal metaphorisch ein bisschen durchgegangen ist, verwenden wir heute noch das Wort »eingeschlafen« als Synonym für »gestorben«. Manche Leute entwickeln deswegen sogar eine Hypnophobie und fürchten sich vor dem Einschlafen!..
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