Aalglatt, überpräzise, geradezu altmeisterlich gemalt: Das lässt die Gestalten auf dem Gemälde von Otto Dix (1891 – 1969) unheimlich erscheinen. Im Vordergrund steht leuchtend vor einem dunklen Grund eine junge, nackte Frau. Selbstbewusst präsentiert sie dem Betrachter ihren Körper. Mit ihren rosigen Wangen und den glänzend gelockten Haaren strahlt sie Lebendigkeit aus. Im Kontrast dazu steht im Hintergrund eine alte Frau mit ihrem zerfallenen Leib. Obwohl die Jugendlichkeit im Vordergrund steht, ist das Gemälde eine deutliche Allegorie der Vergänglichkeit. Der Tod, durch die Greisin versinnbildlicht, sitzt der jungen Frau förmlich im Nacken...
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