Friedhöfe sind nicht nur Orte, um einzelnen Personen zu gedenken. Sie symbolisieren auch kulturelle Vergangenheit. – Und sie markieren Land. Daher sorgen Friedhöfe in Israel und den Palästinensischen Gebieten immer wieder für politische Konflikte.
Wenn der 60-jährige Palästinenser Suleiman Abu-Dayyeh ausländische Besucher durch Ramallah führt, zeigt er ihnen drei Dinge: Den zentralen und lebhaften Al-Manama-Platz, auf dem junge, modern gekleidete Frauen und Männer an Dessous-Geschäften, nachgeahmten westlichen Kult-Ketten (»Stars & Bucks Café«) und Werbeplakaten für private Hochschulen vorbeischlendern. Dann das fortschrittliche Business-Viertel mit Mövenpick-Hotel, Kongresscenter, Montessori-Schule und Ampeln, die bei Grün einen lächelnden Smiley zeigen. Doch als Höhepunkt präsentiert Abu-Dayyeh etwas ganz anderes: das Grab von Jassir Arafat...
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