»Das ist im Leben hässlich eingerichtet, dass bei den Rosen gleich die Dornen steh'n«, dichtete einst der Biedermeierpoet Joseph Victor von Scheffel, und wenn er auch sonst meist daneben lag, hier hatte er zweifelsohne recht. Auch dem lustigsten Besäufnis folgt meist ein Kater, dem Liebesglück der Ehekrach und den Sahnetorten irgendwann die Insulinspritze. Ganz gleich also, ob sie dereinst von explodierendem Nichts in die Weiten des Alls hinausgeschleudert wurde oder ob es ein ätherisches Wesen war, das sie wie einen Kartoffelkloß aus vormaligem Nichts kugelförmig zurechtknetete: Die Welt ist unvollkommen. Rund zwei Millionen Jahre nach ihren ersten Krauchversuchen sind sich die meisten Vertreter der Gattung Mensch diesbezüglich einig. Deshalb bringen sie mit Glühbirnen Licht ins Dunkel, bekämpfen Achselschweiß mit Deorollern, entwickeln Impfstoffe gegen fiese Viren und lassen sich Nasen oder Brüste chirurgisch aufbereiten...
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