»Meist ist es der unerschütterliche Glaube, der Menschen in Afrika an persönlichen Tragödien nicht zerbrechen, sondern weitermachen lässt«, fasst der Journalist Philipp Hedemann seine Eindrücke aus einer Region zusammen, in der Sterben und Tod zum Alltag gehören. Wie er selbst mit Leid und Schmerz umgeht, schildert Hedemann in einem Beitrag, der einen Einblick hinter die Kulissen des Korrespondentenlebens bietet. Einige Tausend Kilometer nördlich, im brandenburgischen Wiesenburg, hat Sabine Zinkernagel ganz andere Herausforderungen zu bewältigen. Die 47-Jährige, die selbst an Multipler Sklerose erkrankt ist, hat zwei behinderte Söhne. Dass sie unter der Last des Alltags dennoch nicht zerbricht, führt sie auf ihren Glauben an einen Gott zurück, der einem zwar Schweres zumutet, aber auch die »Kraft gibt, trotz zerbrochener Hoffnungen weiter zuversichtlich zu leben und zu glauben.« Zwei Geschichten, die Mut machen.
Ich war im siebten Monat schwanger, als der Frauenarzt meine Welt zum Einsturz brachte. Er schaffte das mit ganzen fünf Worten: »Das gibt wieder einen Hydrocephalus«. Mit »das« meinte er mein ungeborenes Kind, mit »Hydrocephalus« einen Wasserkopf – so einen, wie unser Jacob auch schon hatte. Der Wasserkopf lässt sich mit einem Ventil im Gehirn beheben; nicht beheben lässt sich die geistige und körperliche Behinderung unserer Kinder. Inzwischen wissen wir, dass ein Gendefekt schuld daran ist, dass unsere Kinder wohl nie ein völlig eigenständiges Leben führen können...
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