Wenn die Zeichen der Zeit nicht trügen, geschieht gerade so etwas wie eine kleine Kulturrevolution. Nachdem das Sterben und der Tod jahrzehntelang verdrängt worden sind, begegnet das Thema heute buchstäblich auf allen Kanälen. Nicht nur war da die ARD-Themenwoche »Leben mit dem Tod« im vergangenen November. Auch vieldiskutierte Kinofilme der jüngsten Zeit wie das Krebsdrama »Halt auf freier Strecke« und das Altersdrama »Liebe« weisen auf eine Bewusstseinsveränderung: Der Mensch von heute will nicht länger die letzten Fragen totschweigen. Die Sprachlosigkeit im Angesicht des Todes, die so etwas wie ein Nebenprodukt des modernen Zeitalters ist, hat eine Leere hinterlassen, die wieder gefüllt werden möchte. Bücher über das Sterben klettern in den Bestsellerlisten weit nach oben. Mit dem krebskranken Bundespolitikers Wolfgang Bosbach sprachen alle großen Medien über das Sterben und den Umgang mit dem Tod und seine Hoffnung...
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