Das menschliche Gehirn ist schon ein wundersames Organ. Während tierische Hirne in der Regel nur dazu dienen, aus konkreten Sinneseindrücken eine adäquate Handlungsanweisung zu gewinnen (Hunger – Antilope – nah genug – losrennen – fressen), sind unsere grauen Zellen nicht nur in der Lage, komplexe logische Zusammenhänge zu erkennen, sondern auch, sich megakomplexe und völlig unlogische Zusammenhänge auszudenken. Ersteres dient eindeutig der Arterhaltung, machte das Feuer beherrschbar, ließ uns Hebelwirkung erkennen und das Prinzip des Rades. Wozu aber ist letzteres gut? Reicht es nicht, die zerstörerische Kraft von Blitzen zu erkennen und daraus den Rückschluss zu ziehen, dass man bei Gewitter besser in der Höhle bleibt? Welchen Sinn hat es, sich zu den Blitzen einen Gott auszudenken, der sie schleudert, diesem einen Namen zu geben und einen Stammbaum, der ihn in familiäre Beziehung zu anderen Göttern setzt, deren Aufgabe es ist, die Sonne über den Himmel zu kutschieren oder Quellen sprudeln zu lassen? Die Antwort ist simpel: Es hat keinen Sinn...
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