Die schwangere Carola Thimm fiel nach einem Aneurysma für fünf Jahre ins Koma. Als sie aufwachte, hatte sie eine Tochter im Kindergartenalter. Kann man seinen Platz in der Welt nach so langer Zeit noch wiederfinden?
Schwerelos schwebt sie in einem körperwarmen Meer. Wellen rauschen, der Wind weht. Sie atmet unter Wasser, ein Zwitterwesen aus Mensch und Fisch, schaut in die grüne See, und alles fühlt sich gut an. Diesen Traum würde sie am liebsten für immer träumen, doch plötzlich wacht sie auf und öffnet die Augen. Jemand steht an ihrem Bett, es ist ihre Mutter. Carola Thimm versucht, ihr ein Zeichen zu geben, aber ihre Glieder – gleichzeitig tonnenschwer und federleicht – gehorchen ihr nicht. Schade, dass ich mich nicht äussern kann, denkt sie. Doch für mehr als leises Bedauern reicht ihre Energie nicht...
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