Jedes Foto hält einen Moment fest, der unwiederbringlich verloren ist. Das macht Fotografie und Tod zu Komplizen. Die Ausstellung »Das letzte Bild – Fotografie und Tod« zeigt das auf berührende Weise.
Nein, wer die Fotografie des Redakteurs Reitmayer ansieht, käme nicht auf den Gedanken, dass dieser noch jugendlich wirkende Mann mit den offenen Geschichtszügen zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits tot war. Der Redakteur hatte seinem Leben mit einer Dosis Zyankali ein Ende gesetzt. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1864 und zeigt eine Leiche im möblierten Ambiente. Es könnte ein Wohnzimmer sein oder ein Büro. Der Fotograf, Albin Mutterer aus Wien, hatte ganze Arbeit geleistet. Er war spezialisiert auf Post-Mortem-Fotografie und warb damit, Verstorbene wie Lebende abzulichten...
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