Seien wir ehrlich: Weder das Sterben noch der tote Mensch sind im eigentlichen Sinne des Wortes schön. All die ätherisch-jungfräulichen Wasserleichen, mit denen uns die Kunst seit Jahrhunderten überschwemmt, werden in Wirklichkeit als aufgedunsene Scheusale wieder angespült. Beim »Ehrentod« durch Erschießen bleibt gewöhnlich nicht allzu viel vom Kopf übrig, und auch Unfalltode hinterlassen den Verschiedenen oft physisch stark dekonstruiert. Selbst der sogenannte natürliche Tod geht nicht immer zimperlich mit dem Menschen um, den er heimsucht. Krebs zum Beispiel kann den Körper schon prä mortem so auszehren, dass auch der beste Thanatopraktiker daran scheitern muss, ihn für die Aufbahrung wieder einigermaßen kenntlich zu machen...
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