Kritiker sagen, Trauern ist eine normale und wichtige Funktion, die heilende Kraft hat.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2019 die Diagnose »Anhaltende Trauerstörung« in die internationale Klassifizierung der Krankheiten aufgenommen. Die Frage, ob eine Einstufung als Krankheit den Trauernden Vor- oder Nachteile bringt, spaltet seither die Fachkräfte in Deutschland. Als Dreh- und Angelpunkt der Diskussion gelten die Definitionskriterien: Die WHO-Diagnose beschreibt als krankhafte Trauer eine »dauerhaft bestehende, intensive und beeinträchtigende Reaktion auf einen Verlust«. Als Hauptkriterien gelten Dauer und Intensität der Trauer, zusätzlich müssen weitere Aspekte wie Verbitterung, Wut oder emotionale Taubheit hinzukommen: Kriterien, die sich schlecht quantifizieren lassen...
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