Über hundert Jahre Braunkohlenabbau haben die Landschaft und die Menschen der Lausitz mehr verändert als die Jahrtausende davor. Und nichts spaltet die Meinungen mehr als die »Kohle«. Für die einen bedeutet sie Arbeitsplätze und Gewinn, für die anderen ist sie Klimakiller, Landschafts-, Kultur- und Geschichtszerstörer.
Schon von Weitem thront der Bagger über der Landschaft meiner Heimatgemeinde Drebkau, wie eine Heuschrecke aus Stahl. Dort bildeten vor der Baggerzeit die »Steinitzer Alpen«, ein Höhenzug des Lausitzer Grenzwalls, den Horizont. Das Loch, vor dem ich stehe, ist 90 bis 120 Meter tief und dehnt sich bis zum Horizont aus. Auf der anderen Seite des Tagebaus hängt eine große Wolke – wie ein Fesselballon über den futuristisch anmutenden Betonflächen des neuen Kraftwerks »Schwarze Pumpe«. So stelle ich mir einen Start- und Landeplatz für Außerirdische vor...
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