Wenn die Welt abhanden kommt
Endlich ist ein ungeschminkt-offenes Buch über das Leben mit einem Demenzkranken erschienen. Es teilt persönliche Erfahrungen mit – und ist ein Plädoyer für eine humanere Pflege der Betroffenen. Die Witwe des prominenten Intellektuellen Walter Jens (1923 – 1913) beschreibt die letzten zehn Lebensjahre ihres Mannes – eine Zeit des Lebens mit Demenz. Es ist wohl einer der prominentesten Fälle. Doch stehe er für das Leiden von über einer Million Menschen in Deutschland, wie Inge Jens betont. Sie will mit ihrem Büchlein vor allem eines: diese Krankheit enttabuisieren. Es sind vor allem Briefe an Weggefährten aus diesen Jahren, die in knapper Form Auskunft geben über die Krankheitsgeschichte von Walter Jens. Sie dokumentieren, wie diesem wortmächtigen Redner und Autor »sein Dasein rapide entglitt«, einem, »der der Welt und dem die Welt ›abhanden‹ gekommen ist.«..
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