Pflanzen haben es gut. Im Gegensatz zu Tieren und Menschen können sie sich in ihrer Mehrzahl ausschließlich von Wasser, Sonnenlicht und jenen organischen Beigaben ernähren, die ihnen der Boden ohne ihr aktives Zutun zur Verfügung stellt. Jenseits der Pflanzenwelt dagegen muss regelmäßig irgendwas, das zuvor lebte, bewusst abgemurkst, verschlungen und als Dünger wieder ausgeschieden werden, um die eigene Existenz aufrecht erhalten zu können. Insofern ist der Tod tatsächlich die Grundlage des Lebens. Eine ziemlich perfide Konstruktion ist das, ein geradezu sadistisches Perpetuum Mobile aus Schmerz und Leid und Angst, das, wie zum Hohn, auch noch unfassbare Schönheit hervorbringt. So jedenfalls stellt es sich für uns Menschen dar, die wir zu allem Übel noch mit der Fähigkeit ausgestattet wurden, diesen grausamen Kreislauf reflektieren zu können...
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